Sind ätherische Öle gefährlich?

Jede Antwort die ich nun geben könnte, außer JEIN; wäre falsch. Ätherische Öle können durchaus gefährlich sein, wenn

  1. diese erhitzt werden, da bei manchen Ölen dabei giftige Stoffe entstehen können. Hochwertige Öle gehören nicht in eine Duftlampe mit Kerze darunter! Werden ätherische Öle “verbrannt”, können giftige Stoffe entstehen die Kopfschmerzen verursachen. Dies ist natürlich von Öl zu Öl unterschiedlich, jedoch beginnen bei manchen Ölen bei Temperaturen über 40° chemische Reaktionen, welche deren therapeutischen Wert negativ beeinflussen. Kein ätherisches Öl wird durch erhitzen besser.
  2. diese falsch angewendet werden. Katzen z. B. fehlt ein Enzym, welches notwendig ist um die ätherischen Öle verarbeiten zu können. Deshalb können diese toxisch wirken. Aus diesem Grunde sollten Katzen bei der Verwendung von ätherischen Ölen in einem Diffusor immer die Möglichkeit den Raum zu verlassen und sich zurück zu ziehen. Ebenso sind Katzen, und Kinder sind bei minderwertigen und verunreinigten Ölen besonders empfindlich. Hierzu zählen auch ganz besonders synthetische Duftstoffe. Im Zweifel sollte man immer einen Arzt und Experten für Aromatherapie um Rat fragen.
  3. diese in mangelhafter Qualität verwendet werden. Gerade die “billigen” Duftöle sind oft synthetischen und nicht natürlichen Ursprungs oder sind mit synthetischen Stoffen “verfeinert”. Diese sollte man generell meiden, nicht nur in Duftlampen, da diese Allergische Reaktionen  und Kopfschmerzen verursachen können. Nur weil etwas nach Orange riecht, hat es noch nicht eine positive Wirkung bei angehender Winterdepression. Hier also nicht am falschen Ende sparen, es geht um eure Gesundheit.
  4. dies unsachgemäß verwendet werden. Deshalb diese immer außerhalb der Reichweite von Kinder und Tieren aufbewahren. Denn oft macht es die Dosierung. Die meisten ätherischen Öle sind nicht zur internen Einnahme geeignet da sie nicht in der entsprechenden Qualität vorhanden sind. Nur Öle in therapeutischer Qualität, welche auch zur internen Einnahme geeignet und zugelassen sind, siehe Hinweise auf der Flasche, sollten intern eingenommen werden. Im Zweifel sollte man immer einen Arzt und Experten für Aromatherapie um Rat fragen.
  5. diese überdosiert werden. Bei ätherischen Ölen gilt immer weniger ist mehr! Bei hochwertigen Ölen, vor allem CPTG (Certified Pure Therapeutic Grade) Öle von dōTERRA, reicht ein Tropfen um die volle Wirkung zu erreichen. Selbst im Diffusor reichen 2-3 Tropfen um einen größeren Raum zu beduften. Da das Riechorgan schnell “ermüdet” riecht man selbst diesen in kürzester Zeit nicht mehr. Hier also nicht “nachlegen”, sondern den Raum kurz verlassen und schon riecht man den Duft wieder. Eine Flasche mit 15ml enthält ca. 220 Tropfen. Diese auszutrinken kann schwere Folgen nach sich ziehen! Im Zweifel sofort den Arzt oder das Krankenhaus bzw. Notfallstation aufsuchen.
  6. diese ständig und rund um die Uhr eingesetzt werden. Eine ständige Verwendung im Diffusor kann ebenfalls eine Überdosierung und damit negative Folgen haben. Man sollte hier also nicht übertreiben und auch das Öl immer wieder mal wechseln.
  7. diese nicht ordentlich überprüft wurden und sich damit Giftstoffe oder Verunreinigungen durch Viren, Bakterien oder Pilzen konterminiert wurden. Hier also immer auf eine ordentliche Zertifizierung achten (z. B. CPTG). Bio ist in diesem Falle kein Qualitätsstandard, da ja auch die Verunreinigungen “Biologisch” sein können.
  8. eine Allergie gegen die Inhaltsstoffe besteht. Auch bei bester Qualität kann es in Ausnahmefällen zu allergischen Reaktionen führen. Sind solche Allergien vorhanden, solle man immer im Zweifel einen Arzt befragen, bevor man diese anwendet. Ebenfalls kann man das Öl an einer Hautstelle testen, wenn man häufig zu empfindlichen Reaktionen neigt. Vor allem wenn man ein Öl innerlich anwenden möchte, sollte man es zuvor auf der Haut testen.
  9. man viele Medikamente, vor allem Blutverdünner, nimmt, und gleichzeitig ein ätherischen Öl nimmt, welches ebenfalls blutverdünnend wirkt oder auch das Gegenteil bewirkt und damit das Medikament aushebelt. Hier ist absolute Vorsicht geboten. In diesem Fall ist immer der Rat des Arztes einzuholen.
  10. man schwanger ist. Manche Öle sind bei schwangeren Frauen abzuraten, da diese den Hormonhaushalt beeinflussen können, der in der Schwangerschaft besonders wichtig ist. Meiden sollte man z. B. Basilikum, Birke, Rosmarin, Thymian, Wintergrün, Zimt und Zimtkassie. Diese Auflistung ist nicht komplett, deshalb sollte man im Zweifel immer einen Arzt und Experten für Aromatherapie um Rat fragen.

Wenn man dies alles berücksichtigt, im Zweifel den Arzt und den Aromatherapie Experten seiner Wahl befragt, können Ätherische Öle eine Bereicherung für das Leben sein. Nicht nur wegen der wohlriechenden Düfte, sondern auch wegen deren therapeutische Wirkung. Am wichtigsten ist es jedoch, nicht am falschen Ende zu sparen, denn gute Qualität kostet Geld, da vielfältige Untersuchungen Geld kosten. Ebenso werden z. B. für Rosenöl Tonnen an Rosenblättern benötigt um dieses herzustellen. Das geht nunmal nicht für 9,90 €.

Ich selbst verwende nur CPTG Öle von dōTERRA und habe damit die besten Erfahrungen gemacht. Wenn ich ein hochwertiges Trägeröl kaufe, welches es nicht von dōTERRA gibt, dann achte ich auf Zertifikate und schau nach, ob ich aufgrund der Chargennummer die genaue Zusammenstellung der Inhaltsstoffe herausfinden kann. Schließlich verwende ich diese für meine Haut und da lasse ich nur Wasser und (nein, nicht CD) hochwertige ätherische Öle, Trägeröle und sonstigen hochwertige Naturprodukte (z. B. Shea Butter…).

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